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196. Ordnung für den Arbeitsbereich Landeskirchliches Bildungszentrum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Ordnung LK Bildungszentrum – BZO)

Vom 15. März 2007

(Abl. 62 S. 372)

Nach Beratung gemäß § 39 Kirchenverfassungsgesetz1# erlässt der Oberkirchenrat folgende Verordnung:
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§ 1
Festlegung des Arbeitsbereichs Landeskirchliches Bildungszentrum

Folgende Einrichtungen, Werke und Dienste werden zu einem Arbeitsbereich mit vier Teilbereichen zusammengeschlossen:
  1. Teilbereich Bildung in Schule und Gemeinde:
    Das Pädagogisch-theologische Zentrum.
  2. Teilbereich Pfarrdienst:
    1. Das Pfarrseminar,
    2. das Seminar für Seelsorgefortbildung (KSA),
    3. das Pastoralkolleg.
  3. Teilbereich Missionarische Dienste, Einkehrhaus:
    1. Evangelischer Gemeindedienst mit der Abteilung missionarische Dienste,
    2. das Einkehrhaus Stift Urach.
  4. Teilbereich Gemeindebezogene Dienste:
    1. Evangelischer Gemeindedienst mit der Abteilung Gemeindeentwicklung und Gottesdienst,
    2. die Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf,
    3. der Landesverband für Kindergottesdienst e.V.
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§ 2
Aufgaben des Arbeitsbereichs Landeskirchliches Bildungszentrum

( 1 ) Gemeinsame Aufgabe der Einrichtungen, Werke und Dienste in diesem Arbeitsbereich ist, unbeschadet der besonderen Aufgaben jedes Werkes und jedes Dienstes nach deren Ordnung, ihre Arbeit zu koordinieren und aufeinander zu beziehen. Ziel ist dabei, ihre Aufgaben möglichst gemeinsam wahrzunehmen, insbesondere ihre inhaltliche und konzeptionelle Verantwortung für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und ihre Umsetzung.
( 2 ) Die Einrichtungen, Werke und Dienste nach § 1 beschließen über
  1. die gemeinsame Wahrnehmung von Querschnittsaufgaben,
  2. gemeinsame Veranstaltungen und
  3. gemeinsame Themenschwerpunkte.
Soweit gemeinsame Beschlüsse nicht für den gesamten Arbeitsbereich möglich oder sinnvoll sind, sollen die Einrichtungen, Werke und Dienste der Teilbereiche solche Beschlüsse fassen.
( 3 ) Die Einrichtungen, Werke und Dienste nach § 1 stimmen sich über ihre Haushaltspläne und die gemeinsame Nutzung von Gebäuden und Tagungsstätten ab. Soweit die Teilbereiche nach § 1 haushaltsrechtlich nicht gegenseitig deckungsfähig sind, stimmen sie sich innerhalb des Teilbereichs ab.
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§ 3
Hauskonferenz

( 1 ) Die Hauskonferenz besteht aus je einer Vertreterin oder einem Vertreter (i. d. R. den Leiterinnen und Leitern) der Einrichtungen, Werke und Dienste nach § 1; die Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf entsendet zwei Personen, der Evangelische Gemeindedienst je eine Person in den Teilbereichen 3. und 4. Drei Vertreterinnen oder Vertreter des Oberkirchenrats nehmen stimmberechtigt teil. Soweit nach Satz 1 oder 2 mehrere Vertreterinnen und Vertreter entsandt werden, können sie ihre Stimmen nur gemeinsam abgeben.
( 2 ) Die Hauskonferenz entscheidet über
  1. die Festlegung übergreifender Themen für die Arbeit,
  2. die Festlegung gemeinsamer Aufgaben und deren Wahrnehmung,
  3. die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit,
  4. einen Vorschlag an den Oberkirchenrat zur Regelung der Geschäftsführung,
  5. die Geschäftsordnung für die Hauskonferenz und die Geschäftsführung,
  6. die Festlegung der Position des Arbeitsbereichs in innerkirchlichen Gesprächen und Gremien.
Die Entscheidungen werden einvernehmlich getroffen. Wird keine Einigkeit über die Geschäftsordnung für die Hauskonferenz oder die Geschäftsführung (Nr. 5.) erzielt, so entscheidet in diesem Punkt der Oberkirchenrat. Im Übrigen kann der Oberkirchenrat die Zustimmung der Einrichtungen, Werke und Dienste nach § 1 Nrn. 1., 2. b) und c), 3. a) und 4. b) und c) bei Entscheidungen nach Absatz 2 Nr. 2. und 3. ersetzen. Die Geschäftsordnung kann, auch innerhalb der Teilbereiche, Arbeitsgruppen von Einrichtungen, Werken und Diensten, die besonders zusammenarbeiten, vorsehen.
( 3 ) Die Hauskonferenz berät über
  1. die Erstellung des Entwurfs des Haushaltsplans entsprechend § 2 Abs. 3, unbeschadet des Rechts der Teilbereiche und der Einrichtungen, Werke und Dienste, die Vorstellungen direkt beim Oberkirchenrat vorzutragen,
  2. die Berichte der einzelnen Einrichtungen, Werke und Dienste über ihre Arbeit.
( 4 ) Die Hauskonferenz tritt mindestens einmal jährlich auf Einladung und unter der Leitung der Geschäftsführung des Arbeitsbereichs Landeskirchliches Bildungszentrum zusammen. Über die Sitzungen wird ein Protokoll geführt. Die Einrichtungen, Werke und Dienste können die Behandlung bestimmter Tagesordnungspunkte verlangen.
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§ 4
Geschäftsführung des Landeskirchlichen Bildungszentrums

( 1 ) Zur Geschäftsführung des Landeskirchlichen Bildungszentrums und ihrer Stellvertretung werden die Leiterin oder der Leiter zweier Einrichtungen, Werke oder Dienste durch den Oberkirchenrat berufen. Die Verwaltungsleiterin oder der Verwaltungsleiter einer gemeinsamen Verwaltung ist ebenfalls kraft Amtes Mitglied der Geschäftsführung.
( 2 ) Aufgaben der Geschäftsführung sind
  1. die Einberufung und Leitung der Hauskonferenz,
  2. die Einberufung und Leitung der Dienstbesprechung der Leiter der Einrichtungen, Werke und Dienste,
  3. die Umsetzung der einvernehmlichen Beschlüsse der Hauskonferenz, soweit die Durchführung nicht einer oder einem der Einrichtungen, Werke und Dienste übertragen ist,
  4. Vertretung des Arbeitsbereichs im Rahmen der Aufgaben.
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§ 5
Dienstbesprechung der hauptberuflichen Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen, Werke und Dienste

( 1 ) Die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen, Werke und Dienste kommen mindestens zweimal jährlich zur Dienstbesprechung des Arbeitsbereichs zusammen, die zur Vorberatung der Sitzungen der Hauskonferenz und zur gegenseitigen Information sowie der Absprache über die gemeinsamen Arbeitsbereiche und die Arbeitsabläufe in der gemeinsamen Verwaltung dient.
( 2 ) Die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen, Werke und Dienste eines Teilarbeitsbereichs oder von durch die Geschäftsordnung gebildeten Arbeitsgruppenkommen ebenfalls regelmäßig zur Dienstbesprechungen zusammen, um ihre Arbeit zu koordinieren.
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§ 6
Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 15. März 2007 in Kraft.

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1 ↑ Red. Anm.: Abgedruckt unter Nr. 1 dieser Sammlung.